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20.11.2017 : 6:34 : +0100

 

                       Kirchen im katholischen Köln

 

Die Stadt Köln bietet wie kaum eine andere Stadt im deutschsprachigen Raum auf einzigartige Weise die Zugänge zur mittelalterlichen Glaubenswelt und deren Helden, Heiligen, Mythen und Mysterien.  Allen voran der weltberühmte Kölner Dom, die einzigartige Kirche St. Gereon, die Märtyrerinnenkirche St. Ursula und die auf den Fundamenten des Jupiter, Juno und Minervatempels erbaute Kirche St. Maria im Kapitol sind hier zu nennen. Astrologisch interessant ist, dass es um das Jahr der Grundsteinlegung des Kölner Doms im Jahr 1248 bereits zwölf heute noch erhaltene romanische Kirchen in Köln gab :

St. Aposteln                               Stier                       Schütze

St. Cäcilien                                Stier                       Steinbock    

St.  Georg                                 Zwilling                    Wassermann

St.  Gereon                                Fische                      Schütze

St   Kunibert                              Wassermann              Widder/Fische

St   Maria Lyskirchen                   Zwilling                    Fische

St   Maria im Kapitol                    Zwilling                    Fische

St.  Martin(Groß St.Martin)          Widder                    Fische                           

St.  Pantaleon                            Krebs                     Schütze/Steinbock

St.  Severin                               Jungfrau                  Fische

St.  Ursula                                 Wassermann            Wassermann

Mehr Infos zu ihrer Geschichte online :  www.romanische-kirchen-koeln.de

Bei der Betrachtung der Sternzeichen der Romanischen Kirchen fällt auf, dass 7 von 12 in einer Zone der Fische – Entsprechung liegen. Das Sternzeichen Fische gilt sowohl  als das Sternzeichen der Romanischen Kultur als auch als das der katholischen Kirche. Außerdem kann Fische als das Sternzeichen des Unbewussten grundsätzlich auch als das Sternzeichen des Kommunion mit Gott angesehen werden. Deshalb ist es natürlich für die Lage von Kirchen besonders typisch und günstig. Auch das Generalvikariat des Erzbistums Köln (Marzellenstrasse 32;  Fische - Wassermann) liegt in den Sternzeichen Fische. Im Vergleich dazu fällt auf, dass der Evangelische Stadtkirchenverband (Kartäusergasse 9-11; Jungfrau - Wassermann) im Gegenzeichen der Fische, dem Sternzeichen Jungfrau liegt.

 

                                                    Der Dom zu Köln

 

                                         

                                        Kölner Dom                Fische/Widder – Wassermann/Fische

Der  Kölner Dom ist wegen seiner baulichen und historischen Dimensionen aus astrologisch - geomantischer Sicht eines der interessantesten Objekte. Er liegt in der nord-südlichen Zonenfolge am Übergang zwischen den Sternzeichen  Fische und Widder. In der west-östlichen Zonenfolge am Übergang zwischen den Sternzeichen Wassermann und Fische so, daß allein die Türme noch im Wassermann stehen.

„Unter den großen Kirchen der Welt verkörpert der Kölner Dom den Typus der hochgotischen Kathedrale am reinsten und vollkommensten. Vielleicht ist der Grund dafür seine lange Bauzeit von über 600 Jahren. In der Gotik strebt alles nach oben zu Gott. So war der Dom mit seinen 157 m hohen Türmen lange das höchste Bauwerk der Welt. Bis heute ist er eine der größten Kirchen der Christenheit überhaupt.“ (zit.nach : www.koelner-dom.de )

Aus römischer Zeit sind durch Ausgrabung sowohl ein Mthrastempel wie ein Isisheiligtum auf dem Bauplatz des Doms nachgewiesen worden. (Ralf Günther; Die Geheimnisse des Kölner Doms)  Um das Jahr 313 gab es bereits eine christliche Kirche an der Stelle des Doms.  In diese Zeit fällt auch die erste Erwähnung eines Bischofs Maternus in Köln um das Jahr 305 .

Der erste Kirchenbau, von dem man weiß, wie er ausgesehen hat, war der 870 vollendete karolingische Dom. Er hatte an beiden Enden des Langhauses je ein Querhaus und einen Chor. Der Altar im Osten war Maria geweiht, der im Westen dem heiligen Petrus. Bevor man mit dem Bau des gotischen Doms 1248 (Grundsteinlegung 15.8.1248) beginnen konnte, musste man den Alten Dom abreißen. Bei dem Versuch den Ostchor mit Brandabbruch niederzulegen, brannte 1248 der ganze Bau ab.

Zwischen 1560 und 1842 ruhte der Bau am Kölner Dom vollständig und erst am 15.10.1880 mit der Sonne in der Waage, dem Sternzeichen Kölns wurde das Dombauvollendungsfest gefeiert.

In seiner überregionalen Bedeutung und in seiner Geschichte als unvollendetes Bauwerk ist der Kölner Dom mit dem Reichstag in Berlin (ebenfalls Fische - Widder) zu vergleichen, und wurde auch in derselben Epoche zu Ende gebaut. Man kann den Kölner Dom als einen Reichstag des katholischen Deutschlands bezeichnen. 

Hier eine Liste der beim Bau des Kölner Doms verwendeten Gesteine :                        

Sandstein aus Obernkirchen

Trachyte aus dem Siebengebirge

Trachyt vom Drachenfels

Basalt aus Londorf

Basaltlava aus der Eifel

Muschelkalk vom Main

Sandstein aus Schlaitdorf

 

Direkt neben dem Dom befindet sich das Römisch-Germanische Museum. Es liegt wie die Südseite des Doms in den Sternzeichen Widder und Fische, den Sternzeichen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Dies ist auch deshalb interessant, weil Widder als das Sternzeichen der Germanen und Fische als das Sternzeichen der Römer gilt. Die Sternzeichen dieser Zone unterstreichen ebenfalls die überregionale Bedeutung dieses einzigartigen Museums.

Die Kombination der Sternzeichen Fische und Widder gilt in der Astrologie als eine Konstellation des Zerfalls, die, was die Gebäudesubstanz angeht, als wenig stabilisierend gelten kann.

 

 

                            

                     Mittelfenster Mittelschiff                             Mittelfenster Mittelschiff

                          Nordseite Fische                                       Südseite Widder               

 

Der Kontrast zwischen den Sternzeichen Fische und Widder zeigt sich sehr deutlich bei der Betrachtung der beiden mittleren Fenster des Hauptschiffes, und zwar  in der farblichen Betonung der warmen – rötlichen Farbgebung des Feuerzeichens Widder auf der Südseite mit der kalten bläulichen des Wasserzeichens Fische auf der Nordseite. Dies belegt auch sehr schön, wie sinnvoll die Ausrichtung der astrologisch - geomantischen Zonenfolge von Norden nach Süden ist.

Auch thematisch ist der Kontrast sehr groß. Der Bilderzyklus in der südlich gelegenen Widderzone stellt Themen der Erlösungsgeschichte des Neuen Testamentes dar, während die  nördlich gelegene Fische - Zone durch die Reihe der Königsdarstellungen den Charakter einer Ahnenhalle  bekommen hat.

 

 

                                                          

                                              Reliquienschrein der „Heiligen drei Könige“

Reliquienschrein der „Heiligen drei Könige“ Kaspar (persisch : „Schatzmeister“), Balthasar (Babylonisch: Baal/Gott schütze sein Leben) und Melchior (hebräisch: König des Lichtes). Die Reliquien der drei Sterndeuter und Propheten wurden am  23.6.1164 durch den Erzbischof Reinald van Dassel nach Köln gebracht. Sie waren bei der Eroberung Mailands durch Kaiser Friedrich Barbarossa erbeutet worden.

Die Authentizität der Reliquien gilt in wissenschaftlichen Kreisen als nicht gesichert. Trotzdem ist die Bedeutung ihrer (möglichen) Anwesenheit und die Assoziation überhaupt eines Vorchristentums als besonders befruchtend und auch als befreiend für das geistige Klima zu sehen. Insofern hat der Schrein vor allem die Bedeutung eine Verbindung zu den Empfindungen und Überlieferungen des vorchristlichen Altertums sowie auch des mittelalterlichen Christentums und deren mystischen Vorstellungswelten herzustellen bzw, aufrecht zu erhalten. Gerade dadurch dass die Reliquien innerhalb des Doms an die Stelle des Allerheiligsten gesetzt worden sind, ist die gesamte Aufmerksamkeit, Konzentration und Resonanz der Energie auf diese direkte Verbindung zur Glaubenswelt des Mittelalters und hier insbesondere der Kreuzzüge hergestellt. Dem entspricht, daß die Anwesenheit der Reliquien ja der eigentliche Grund und Anlass für den Neubau des Kölner Doms ab 1248 waren.

 

  

             Hauptportal  Westseite    Übergang      Fische / Widder     ( v. links n. rechts)

 

 

 

                                       Die Kuppel von St.Gereon

 

                                

          Kirche St. Gereon   Fische - Schütze                                Bild : koelnerfoto

                                                                                             Kuppel von St. Gereon

Die Kirche St. Gereon wurde in den Sternzeichen Fische und Schütze dort erbaut, wo sich bis zur Spätantike vor den Stadttoren ein großes Gräberfeld befand.  Sie ist dem Namen des Märtyrers Gereon (Gedenktag 10.10.) geweiht, der mit einigen Gefährten im vierten Jahrhundert bei Köln den Märtyrertod starb. Der Legende nach gehörten die Toten der Thebäischen Legion um den heiligen Mauritius an. St. Gereon ist die älteste, ungewöhnlichste und vielleicht bedeutendste der 12 romanischen Kirchen in Köln. 

„Eine Münze des Kaisers Constans - eine Trierer Prägung um 346, eingelassen in den Sockel eines Isisaltars, der 1950 in der tiefsten Fundamentschicht des im zweiten Weltkrieg zerstörten nordwestlichen Pfeilers des Dekagons entdeckt wurde – ist der Beweis, dass der Ursprungsbau, ein ovaler Raum von 23,54 Meter Länge und 18,71 Meter Breite, inmitten eines Friedhofs nordwestlich vor dem römischen Köln erst in der 2.Hälfte des 4. Jahrhunderts entstanden ist.“ (zit. nach : Paul Eckert; Kölner Stadtführer)

Der Ovalraum der Kirche ist also bereits im 4. Jh. entstanden, im 13.Jh. wurde dieser Ovalraum und die gesamte Kuppel in ein Zehneck umgebaut. Die Ausmaße der Kuppel, die das innere Dach des Gebäudes bildet sind so groß, dass sie in einer Reihe mit den größten christlichen Kuppelbauten wie der Hagia Sophia in Istanbul und dem Florentiner Dom steht. Die Kuppel von St. Gereon ist ähnlich wie bei der Kirche St. Aposteln als ein Element des Sternzeichens Schütze anzusehen.

 

                                                                           St. Ursula  Kirche

 

              

                                      St. Ursula, Köln   Wassermann – Wassermann

 

St. Ursula ist die Kirche der Märtyrerinnen und liegt auf beiden Entsprechungsebenen im Sternzeichen Wassermann, dem Sternzeichen der Opfer und Verfolgten bzw. der wegen ihrer Weltanschauung Unterdrückten. Die Damenstiftskirche St. Ursula wurde 1135 dort erbaut, wo seit dem 4. Jahrhundert auf einem römischen Gräberfeld christliche Märtyrerinnen verehrt worden waren. An die romanische Emporenbasilika wurde 1287 ein langgestreckter gotischer Chor angebaut. Im 17. Jahrhundert richtete man die barocke "Goldene Kammer" ein, in der die Reliquien der „11000 ursulanischen Jungfrauen“ und ihrer Gefährten aufbewahrt und verehrt werden. Ursula (Gedenktag 21.10.), die - möglicherweise in der Diokletianischen Verfolgung um 304  in Köln zusammen mit ihren Gefährtinnen ermordet wurde, wird spätestens seit dem 10. Jahrhundert als Märtyrerin verehrt.

                                             Sankt Maria im Kapitol    

  

                                           

                                              Sankt Maria im Kapitol      Zwillinge – Fische

Nach dem Vorbild von Rom - wo auf dem Kapitolshügel der Tempel der höchsten Staatsgötter stand, wurde um das Jahr 50 n.Chr. in Köln ein Tempel für die kapitolinische Göttertrias Jupiter, Juno und Minerva in den Sternzeichen Zwilling und Fische geschaffen.

Zwillinge, das dritte Zeichen steht für den Aspekt der Dreifaltigkeit und Fische für das Thema das spirituelle Thema des Ortes.

 „Um 690 n. Chr. wurde auf den Ruinen dieser Tempelanlage durch Plektrudis, die Frau des fränkischen Hausmeiers Pippin des Mittleren eine Marienkirche gegründet.

Zwischen 1040 und 1065 wurde dann die Kirche St. Maria im Kapitol als dreischiffiger Bau mit Dreikonchenanlage im Osten und dreitürmigem Westbau in den Sternzeichen Zwillinge und Fische erbaut.. Die Gestaltung dieses Baus wurde durch die mit dem Ottonischen Kaiserhaus verwandte Äbtissin Ida bestimmt. Sie liess als Westabschluss eine Empore bauen, die in ihrer Architektur ganz deutlich die Wandgliederung der Pfalzkapelle Karls des Großen in Aachen aufgreift.  Auf der Ostseite wurde eine Dreikonchen- oder Kleeblattanlage gewählt, die in ihrer Bauform und in ihren Massen exakt mit der Geburtskirche in Bethlehem übereinstimmt. Der Kleeblattchor von St. Maria im Kapitol ist der älteste seiner Art in Deutschland.  (zit. nach : www.maria-im-kapitol.de ).

Eine eindringliche Schilderung der Rolle von Plektrudis findet sich in der Th.R.P.Mielkes Roman "Karl Martell".

Die Götter entsprechen in der griechischen Mythologie dem Göttervater Zeus, seiner Gemahlin Hera und seiner Tochter Pallas Athene, der Göttin der Weisheit, Wissenschaft und Kunst (Athene) sowie der Kriegskunst (Pallas).  Das Sternzeichen Zwillinge als das Dritte Zeichen des Jahreszyklus entspricht dem Aspekt der Trinität, während der Name Marias als ein Element des Sternzeichens Fische angesehen werden kann.

Die Göttin Pallas Athene habe ich mehrfach im Sternzeichen Zwillinge,  unter anderem beim Maximilianeum, dem Bayrischen Landtag (ebenfalls Zwilling – Fische) beobachtet. Als der herrschende Gott im Sternzeichen Zwillinge gilt astrologisch gesehen grundsätzlich der Götterbote Hermes (röm. Merkur).